Wertvolles Buchenholz für das HOKAWE und „Kahlschlag soweit das Auge reicht?

Auch wenn die Entscheidung für den Kauf des insolventen Holzkraftwerkes Eberswalde (HOKAWE) durch den Landkreis Barnim einstweilen vielleicht nicht mehr geändert werden kann haben die Kritiker des Projektes sich glücklicher Weise nicht zurückgezogen. In Sorge um die finanziellen und nicht zuletzt auch ökologischen Folgen scheint Transparenz auf allen möglichen Ebenen und unter intensiver Einbeziehung verschiedner Medien das Gebot der Stunde.

Über den Kreistagsabgeordneten Andreas Beyer erreichte uns die Nachricht, dass bei Schwedt (Uckermark) derzeit Buchenholz für das HOKAWE geschlagen wird. Es soll sich dabei nicht etwa um „Reste“, sondern wertvolles Nutzholz mit einem Stammdurchmesser von 30-40 cm handeln.

Nach Beyers Informationen besteht eine Vereinbarung, nach der pro Jahr
20 Tfm Buchenholz oder ersatzweise 40 Tfm Nadelholz  geliefert werden. Die
Holzerntemaschinen hinterlassen erhebliche Schäden , da vor Ort keine oder
nicht genügend Holzrücktrassen im Wald vorhanden sind. Eine
Aufforstung findet nicht, bzw. nur in geringem Umfang statt.

In eine ähnlich fatale Richtung gehen weitere Infos, die Beyer unter Berufung auf einen nicht namentlich benannten Mitarbeiter der Barnimer Forsten äußert. Demnach würde den Angestellten keine Zeit gelassen , um die Wälder aufzuforsten und es käme zunehmend zu Kahlschlägen – „Soweit das Auge reicht.“

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2 Kommentare zu Wertvolles Buchenholz für das HOKAWE und „Kahlschlag soweit das Auge reicht?

  1. Die Nachricht des Kreistagsabgeordneten Beyer bestätigt das, was wir als Warnung seit Jahren „herausschreien“: Im HoKaWe wird wertvolles Stammholz verfeuert, welches als Nutzholz stofflich genutzt werden könnte.
    Siehe dazu den Barnimblog-Artikel von 2008 „Zerstörung à la Amazonien vor der Haustür – Holzkraftwerk Eberswalde profitiert“ (http://www.bar-blog.de/2008/08/06/zerstoerung-a-la-amazonien-vor-der-haustuer-holzkraftwerk-eberswalde-profitiert/).
    Bei unserer Beobachtung im Artikel handelte es sich um wertvolle Eichenstämme von mehr als 50 cm Durchmesser aus der zentralen Schorfheide.
    Meine Frage: Auf welche Weise möchte die grüne Kreistagsabgeordnete Krakau im Rahmes ihres Votums für den Kauf des HoKaWe durch den Landkreis Barnim zukünftig kontrollieren und verhindern, dass solch ein Irrsinn weiter passiert?

  2. Stahlbaum sagt:

    Hallo Andreas,
    ich geh mal davon aus, dass Du heute zur Versammlung/Sondersitzung nach Eberswalde kommst. Ute wird natürlich ebenfalls da sein, da kannst Du sie das fragen.

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