Elitär, konserativ, selbstkasteiend, frömmelnd und nur für Knaben?: Opus Dei hat vielleicht was deutsche Eltern wünschen

Es scheint sie zu geben: Mutti XY – Gar nicht doof, freundlich und weltoffen. Sie verpasst keinen Karneval der Kulturen, kauft gern im Eine-Welt-Laden und findet sich durchaus  tolerant. Naht die Schulwahl für den bildungsverpflichteten Sprössling kämpft sie allerdings, quasi mit einem Messer ziwschen den Zähnen, für eine weitgehend ausländerbefreite Einrichtung (es sei denn, dort wird chinesisch gesprochen).

Auch Papa ABC sollten wir kennen. Religion braucht er nicht, aber irgendwie wird er es möglich machen, den eigenen Windelpupser im kirchlichen Kindergarten unterzubringen.Schließlich soll aus dem Kackzwerg doch was Ordentliches werden und da muss das Image schon von Beginn an stimmen.

Machen wir uns nichts vor: Deutschlands Eltern sind  wachsend karrieregeil, eliteverliebt und wissen genau was sich gut im Lebenslauf zukünftiger Großverdiener macht. Am besten erzkonserativ, abgegrenzt und gern auch christlich.

So gesehen wäre das in Potsdam geplante Jungengymnasium unter Beteiligung des „Opus Dei“ vermutlich das genialste Angebot nach der Zauberschule Hogwarts (würde es die geben). Seit Jahren schon kämpft ein kleines Grüppchen für diese „werteorientierter Erziehung der besonderen Art.“ Scharfe aber auch detaliert begründete Kritik an besagtem Vorhaben kam z.B. seitens der Grünen.

2007 lehnte das Brandenburger Bildungsminsterium mit Verweis auf das Koedukationsgebot noch ab, erlebte dann aber einige, juristische Niederlagen. Am 30. Januar entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig offensichtlich abschließend und unangreifbar.

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