Keine „Milchmädchen-Rechnungen“ am Schulstandort – Panketals Gemeindevertreter sollten Bürgermeister Fornell bei der Diskussion zur Schwanebecker Oberschule genau auf die Finger schauen

Panketals Bürgermeister Rainer Fornell hat durchaus Talente. Die wohl größten, von außen einsehbaren, sind die ihm eigene Redegewandheit und eine gewisse Menschenkenntnis. Das in Verbindung mit Nervenstärke und (vermuteter) Lust an gezielten Provokationen ermöglichen es ihm „seine Gemeindevertretung“ bei Bedarf recht erfolgreich zu „bequatschen“.
Eine hier nicht näher benannte Abgeordnete der LINKEN wunderte sich einmal vollöffentlich, dass sie allzu oft und fast unbemerkt mit der Meinung des BM aus einer Sitzung kommt.

Die aktuelle Diskussion zu den Schulstandorten ist ein gutes Beispiel, denn grade im Bereich Soziales/Bildung zeigen sich die Defizite des Verwaltungschef. Auch im 9. Jahr Fornell ist die diesbezügliche Infrastruktur, gemessen an den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde eigentlich ärmlich.
Gut, wenn´s in den Kitas gar zu eng wird  oder an den Schulen fast nichts mehr geht wird gelegentlich mit viel Geld nachgebessert. Strukturierte Planung sieht aber ganz anders aus.

Vor ein paar Wochen nun „funkte“ die Zepernicker Grundschule SOS und das böse Wort vom Neubau machte die Runde. Keine neue Situation, die  diesmal aber dann doch nach einer Reaktion verlangte.Wenn man zusätzliche Ausgaben im Sozialsektor vermeiden  (wie gesagt, Fornell scheint andere „Hobbys“ zu haben) aber schnellstmöglich von der Verantwortung ablenken will kann es eigentlich nur eine Antwort geben:
Die wenig geliebte, weil vordergründig nicht elitäre Oberschule Schwanebeck wird in ihrer jetzigen Form aufgelöst und perspektivisch für Hort- bzw. Grundschulzwecke genutzt. und vielleicht gibt es irgendwann noch ein kommunales Gymnasium.

Jetzt läuft es , zumindest bisher, ganz im klassischen „Fornell-Style“. Die Öffentlichkeit ist verschreckt, die Spitzen der Gemeindevertretung unterschreiben eine Erklärung die keine Vorfestlegung und eine breite Diskussionsbeteiligung verspricht. Was der Bürgermeister in einem knappen Jahrzehnt nicht geschafft hat soll die Öffentlichkeit allerdings bis zum 19.11.2012 beantworten. Und dann können wir auch noch Wetten abschließen wie schnell die Verwaltung eine Vorlage auf den Tisch legt um vollendete Tatsachen zu schaffen.

Bei aller Liebe zur Debatte seien die Panketaler Mandatsträger hier zur besonderen Vorsicht aufgerufen. Auch wenn der „Run“ von Eltern und Schülern eher auf den höchstmöglichen Bildungsweg abzielt und etliche Schüler aus den Nachbarkommunen kommen bleibt das vielseitige Angebot der Oberschule mit seinen besonderen Förderschwerpunkten ein wichtiger Bestandteil der Panketaler „Schullandschaft“.

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Ein Kommentar zu Keine „Milchmädchen-Rechnungen“ am Schulstandort – Panketals Gemeindevertreter sollten Bürgermeister Fornell bei der Diskussion zur Schwanebecker Oberschule genau auf die Finger schauen

  1. Stahlbaum sagt:

    Auch die Panketaler Jugendkoordinatorin hat sich heute via MOZ für den Erhalt der Schwanebecker Oberschule ausgesprochen.Ob das den Bürgermeister in seinem „Elitefilm“ beeindruckt werden wir sehen. In einem hat der übrigens recht. Entscheiden wird die Gemeindevertretung, die sich diesmal hoffentlich nicht vom BM bequatschen lässt.

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